Nach den tollen Erfahrungen beim Zimt machen, ging es für uns in den Süden. Unsere letzte Station bevor es dann wieder in die Heimat geht. Hier waren wir 10 Tage in einem Surfhostel. Da es für die Touristen im Süden Nebensaison ist, hatten wir die ganze Unterkunft für uns allein. Für die Moskitos und Sandfliegen war es jedoch Hochsaison, weshalb wir hier das erste Mal unsere Moskitozelte auspackten. Abends hieß es dann immer unsere in „No bite“ getränkten, langen Klamotten anziehen. Bei 70-80% Luftfeuchtigkeit ein nicht ganz so angenehmes Gefühl.

Die Unterkunft hatte seine Vor- und Nachteile. Die Klima war super regelbar, es gab eine Tischtennisplatte, die von uns quasi dauerbelegt war und das Essen war himmlisch. Wir hatten, dadurch dass wir alleine waren, einen gelernten 5 Sterne Privatkoch, der uns rund um die Uhr leckere Gerichte zauberte. Die Nachteile der Unterkunft waren, dass es wie schon erwähnt keine Moskitonetze gab. Zwar meiden Moskitos die kalte Luft der Klima. Aber es verirrt sich doch immer mal wieder eine Mücke ins Zimmer. Außerdem gab es nur kaltes Wasser zum Duschen und zum Schlafen nur ein sehr dünnes Laken zum Schlafen. Nach einer etwas kalten Nacht sind wir am nächsten Tag gleich in den nächsten Supermarkt gefahren und haben Decken gekauft. Wir hatten auch einen Pool auf der Anlage, leider war dieser jedoch recht flach und zum Ballspielen nicht wirklich geeignet, da mittendrin ein Pfosten war. Es stehen wohl aber demnächst auch einige Umbauarbeiten an, so soll z.B. Warmwasser für die Dusche kommen. Kurzer Hinweis: Alle Surfbilder (und ein paar von uns im Camp) sind von Drivethru/Lakshan Wicky.









Um zum nächsten Strand zu gelangen musste man ein bisschen laufen. Zweimal die Woche gab es kein Abendessen. Das hieß für uns dann auf Restaurantsuche gehen. In der Hauptsaison kein Problem. In der Nebensaison nicht ganz so einfach und man muss auch mal das Tuk Tuk in den nächsten Ort nehmen, weil einfach fast alles geschlossen hat.




Nachdem unsere Surf Erfahrung in Arugam Bay eher so mittelmäßig war (Welle toll, Surf Lehrer und Crowds im Wasser nicht so sehr), waren wir auf den Süden gespannt. Da hier off season ist liefen leider viele Spots überhaupt nicht, weshalb wir nur zwei kennenlernen konnten: Weligama und Lion‘s Gate. Teilweise war es für uns grenzwertig groß und es gab viele Closeouts. Daher mussten wir ins Weisswasser zu den Kids ausweichen. Wir hatten aber auch echt gute Sessions wo wir kleinere grüne Wellen hatten – je nach Tageszeit sogar komplett für uns alleine. Hat auf jeden Fall Lust auf mehr gemacht – vielleicht sollten wir hier zur Hauptsaison irgendwann nochmal auftauchen.























Die Kids haben in den letzten Tagen krasse Fortschritte gemacht und sich trotz mehrerer Waschgänge immer wieder rausgetraut. Was auch geholfen hat: Die Betreuung durch die Surflehrer von Drivethru. Sie haben sich echt super um die Kids und uns gekümmert. Uns hat auch die generelle Einstellung der Coaches (stark geprägt vom Camp Manager Raphi) sehr gut gefallen: Keiner wird in Wellen reingeschubst (leider eine Seltenheit in Sri Lanka), man achtet auf Surf Etikette und auch Inputs zum Thema Wellen lesen und Board Handhabung (Drehen, Turtle Roll,…) waren Teil des Programms.
Ein Highlight war ein Extra Kurs am letzen Tag: Confidence in the Water. Hier ging es um das Thema Luftanhalten und wie man damit umgeht wenn man bei einem Wipe Out (Sturz) unters Wasser gerät und die Schleuderstufe der Waschmaschine am eigenen Leib erfährt. Das haben wir dann auch praktisch an Land und im Pool geübt. Fazit: Man hat oft mehr als genug Sauerstoff zur Verfügung wie man zuerst glaubt und wenn man es schafft ruhig zu bleiben sind Wipeouts nicht mehr so schlimm.


Am letzten Freitag wurde bei uns im Ort fast den ganzen Tag der Strom gekappt. Wir entschieden uns daher nach Galle zu fahren. Auf dem Weg dorthin haben wir bei einem Strand angehalten, bei dem man Meeresschildkröten im knietiefen Wasser begegnen kann. Und tatsächlich warteten schon 4 Schildkröten auf uns. Ein Einheimischer hat uns dann noch eine Tüte Seegemüse verkauft, mit dem wir sie füttern konnten. Es war ein einmaliges Erlebnis. Und das tolle war, wir waren so gut wie alleine. Man musste nur aufpassen, nicht von den sehr sehr schweren Tieren „überrannt“ zu werden.


Nach unserem Strandbesuch haben wir uns noch eine Schildkrötenaufzuchtstation angesehen. Dort legen sie großen Wert auf den Schutz der Tiere und Eier. Dies ist sehr wichtig, da leider immer noch viel zu viele Einheimische die Schildkröteneier ausgraben und essen. Einfach nur schrecklich! Außerdem beherbergen und behandeln sie verletzte Tiere, die ohne sie keine Überlebenschancen hätten.


Anschließenden machten wir uns auf den Weg nach Galle. Wir wollten uns das Galle Fort ansehen. Es war allerdings so unerträglich heiß, dass wir die Gegend so gar nicht richtig genießen konnten. Wir entschieden uns daher recht kurzfristig noch ein Schmuckgeschäft aufzusuchen. Sri Lanka ist nämlich bekannt für seine Edelsteine, insbesondere Saphire. Da musste ich (Diana) mir natürlich noch ein Reisesouvenir mitnehmen.



Heute ging es dann nach Negombo in eine Unterkunft in der Nähe des Flughafens (Dutch Canal Resort Negombo), denn morgen heißt es schon „Auf Wiedersehen Sri Lanka“!

