Seit Sonntag sind wir in Arugam Bay, an der Ostküste von Sri Lanka. Diesmal ist unser Programm recht entspannt: Surfen, lokale Küche genießen, Ort erkunden oder wie man so schön sagt: surf, eat, sleep, repeat. Nach dem etwas ruhigeren Sigiriya und Nilaveli ist Arugam Bay eine andere Hausnummer. Gerade ist aber auch Hochsaison für die Surfer hier an der Ostküste, und für viele ist Arugam Bay der Spot-to-be für seine vielen Point Breaks. Das merkt man deutlich an der Main Street: Sehr, sehr viele Touristen, überall sind Surf Shops, Surf Schulen – das ganze Geraffel halt 🙂 Aber von allem viel.

Daher sind wir ganz froh, dass unsere Unterkunft „Stay Golden“ etwas abseits vom Trubel liegt. Und diese Unterkunft spielt in einer ganz anderen Liga als unsere vorherige in Nilaveli: Die Eigentümer, Angie (aus Deutschland) & Rihan und Ihre Angestellten geben sich wirklich eine unglaubliche Mühe damit es den Gästen hier an nichts mangelt. Die Cabanas sind mit allem ausgestattet was man brauchen könnte, es gibt den ganzen Tag warme Küche (perfekt für die, die morgens erstmal eine Runde surfen wollen). Das Essen ist fantastisch, eine Mischung aus lokaler Küche und europäischen Gerichten, ist also immer für jeden was dabei. Das Gelände bietet neben Pool auch genug Ecken zum relaxen, Spiele spielen oder einfach nur die Seele baumeln lassen.








Es gibt auch viele Familien mit Kindern im ähnlichen Alter wie unsere, was für unsere Kids natürlich sehr nice ist. Wir haben gleich am ersten Tag eine Familie kennengelernt die in Deutschland tatsächlich nur ein paar Kilometer Luftlinie von uns entfernt wohnt – in Stuttgart Süd. Wie klein die Welt doch ist… Von Ihnen haben wir dann sogar einen Koffergurt bekommen, so müssen wir nicht noch mehr kleine Gepäckläden abklappern.
Das Surfen gestaltet sich hier in Arugam Bay für uns etwas herausfordernder als gedacht. Für die Kids passt es prinzipiell (die werden ja meistens noch in die Wellen geschoben, da Ihnen fürs Line Up noch die Kraft fehlt), aber auch die hatten zu kämpfen: Und zwar mit der schieren Menge an Surfern. Wir waren jetzt drei Tage am Baby Point surfen (der liegt etwas entfernt vom Main Point, der für uns gerade etwas zu groß ist) und jedes Mal ist das Wasser voller Surfneulinge aka Kooks. Denn eine Surf Lesson heißt hier zu 99%: Jemand schiebt dich in die Welle. Das garantiert natürlich schnelle Erfolgserlebnisse, hat aber mit Surfen (lernen) nicht viel zu tun. Nach ein paar Pointers von den Surf Lehrern konnten wir zwar an und zu auch etwas weiter weg von den Anfängern eine Welle bekommen, aber auch da war es teilweise ein Hacken und Stechen. Auf jeder gerade so surfbaren Welle sind Minimum 2 Surfer und auch nach dem Take Off muss man damit rechnen sowohl im Slalom um die Lehrer mit Schüler zu kurven und noch ein paar mehr Anfänger aufzusammeln. Das einzige was (manchmal) hilft: Die Surflehrer im Weg streng anschauen, dann halten sie ihre Anfänger an der Leine. Für die ist das hier normal – für uns sehr gewöhnungsbedürftig. Da ist Fuerteventura ein Witz dagegen. Dazu kam, dass die Wellenstärke am ersten und dritten Tag für uns Erwachsene sehr grenzwertig war. Wir sind mal gespannt auf den Süden.






Alles in allem waren es 3 sehr entspannte Tage mit viel zu gutem Essen – vor allem das hausgemachte Curry (muss mindestens einen halben Tag vorher bestellt werden) ist der Hammer. Es ist so gut, dass wir es heute sogar zum zweiten Mal essen. Zum Abschluss konnten wir heute noch eine ayurvedische Massage (umgerechnet 17€ für mehr als 60min) genießen – ob es vorher oder nachher mehr weh tat ist nicht ganz klar. Morgen geht es dann über Yala nach Udawalawe.


