Am Freitag ging es dann weiter nach Nilavelli. Die nächsten zwei Nächte waren wir im Anukama Resort. Da wir alle ziemlich müde waren, entschieden wir uns im Hotel zu bleiben und dort auch Abend zu essen. Das war ein Fehler. Das Essen war sowohl lieblos angerichtet als auch geschmacklich knapp an der Grenze zum Ungenießbaren. Wir können die guten Bewertungen auf Google echt nicht verstehen. Anschließend haben wir uns noch kurz im Pool abgekühlt.

Am nächsten Morgen wollten wir um 8:30 Uhr schnorcheln gehen. Leider ging es Noam an diesem Morgen nicht sehr gut. Er hatte etwas Bauchweh. Zum Glück hatten wir sehr viel Reisemedizin eingepackt. Und somit mussten wir unseren Trip nicht absagen, sondern konnten ihn einfach auf die Mittagszeit verschieben. Mit ein wenig Verspätung sind wir dann mit dem Boot zur Pigeon Island gefahren. Dort angekommen ging es gleich ins Wasser. Das Meer war sehr unruhig. Wir hatten Glück und haben gleich mehrere Schildkröten entdecken können. Außerdem gab es jede Menge Quallen (zum Glück harmlose). Für die Riffhaie waren wir leider zu spät dran. Diese sieht man nur am Morgen. auf der anderen Seite der Insel war das Meer ruhiger. Leider waren dort aber viel zu viele Menschen. So viele, dass man fast gar nicht ins Wasser kam. Spannend war: Die meisten dieser Menschen konnten nicht schwimmen. Sie hingen zu acht an einem Schwimmring, der von einem Guide durchs Wasser gezogen wurde. In unseren Augen ist dies einfach nur verantwortungslos und leichtsinnig. Wir haben uns gefreut, einmal Schildkröten beobachten zu können. Doch ein zweites Mal würden wir diesen Trip nicht mehr machen. 

Bevor es zum Abendessen ging, sind wir noch zu einem nahe gelegenen See gelaufen. Dort hat es angeblich Krokodile. Als wir ankamen, haben schon andere Touristen sehnsüchtig auf die Krokodile gewartet. Es kam uns ein Guide entgegen, der uns gegen Bezahlung seine Dienste anbot. Da wir uns jedoch selber zutrauten, die Vögel und Krokodile zu sehen, lehnten wir dankend ab. Nach einiger Zeit des Wartens sah Nate plötzlich, wie sich etwas im Wasser bewegte. Es war tatsächlich ein Krokodil. Kurz darauf sahen wir noch ein zweites. Wir hatten gehofft, dass die Krokodile noch mehr aus dem Wasser kommen. Laut unserem Guide haben diese jedoch Angst vor Menschen und kommen erst bei Nacht raus.

Danach haben wir eine Alternative zum Essen gesucht. Unser Fahrer Sandun hat uns zum Glück das Restaurant „That’s Why“ am Strand empfohlen, also machten wir uns auf den Weg. Das Restaurant lag tatsächlich soweit am Strand, so dass wir nur wenige Meter entfernt vom Meer saßen. Das Essen war so lecker. Nicht zu vergleichen mit dem, was wir am Abend zuvor hatten. Auch die Kellner waren sehr nett und aufmerksam. anschließend ging es mit der Taschenlampe wieder zurück zum Hotel. Denn hier geht die Sonne schon um 18:30 Uhr unter.

Dies war unsere letzte Nacht in Nilavelli. Wir waren froh, Denn bei dem Hotel hat das Preis-Leistungs-Verhältnis absolut nicht gestimmt. Wir hatten nicht mal warmes Wasser, die Klimaanlage mussten wir kreativ modifizieren damit wir nicht völlig im Power Luftstrom lagen (anderen Modus gab es nicht) und ohne Schlüssel wäre die Klima eigentlich auch nicht gelaufen. Aber das konnten wir beides lösen, siehe Bilder:

Das Beste kam jedoch am Ende beim Check Out: Wir hatten vorab eine Zahlung in bar mit Euro vereinbart. Da die Preise der Hotels immer in Dollar angegeben sind wäre also der Wechselkurs Euro zu USD relevant. Nicht beim Anukama Resort. Dort wurde uns die Rechnung mit der folgenden Umrechnungsformel gerechnet: USD -> Sri Lanka Rupee (LKR) -> Euro. Wodurch die finale Rechnung gleich mal 10€ teurer wurde. Nach kurzen Protest von uns lenkten sie schnell ein, es hinterließ trotzdem einen faden Beigeschmack. 

Dann ging es auch schon los, uns stand der längste Fahrtag mit 260 km bevor – denn 260km in Sri Lanka sind gute 6-7h Fahrt. Auf dem Weg haben wir noch in Trincomalee angehalten, um nach einem Koffergurt für unseren demolierten Koffer zu suchen. Leider erfolglos. Dafür waren wir dann auch noch kurz auf dem Fisch- und Gemüsemarkt.

Kurz vor Ankunft in Arugam Bay konnten wir noch ein paar Krokodile (20-30 Stück) in einem Fluss sehen – immerhin waren diese deutlich besser zu sehen als am Vortag im See. Nach einem sehr leckeren Abendessen in Arugam Bay checkten wir in unsere nächste Unterkunft ein: Stay Golden. 

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